Montag, 23. Juli 2012

Querschüsse "Downsize This!" von Michael Moore

Klamme Staaten, enttäuschte Bürger die mehrere Jobs annehmen und trotzdem nur gerade so eben über die Runden kommen und Unternehmen die für Gewinne fast alles machen, diese und mehr Probleme thematisierte Michael Moore schon 1997 in seinem Bestseller "Downsize This!". Die deutsche Ausgabe erschien 2003 und wurde ein Bestseller da die Probleme auch sechs Jahre später immer noch aktuell waren. Und heute, 2012, muss man leider feststellen das die Probleme immer noch die gleichen sind. Es ist trautrig das es Politiker aus drei Generationen nicht gelungen ist diese Probleme in den Griff zu bekommen. Erkennen mussten sie sie ja nicht, das hat Michael Moore ja schon für Sie getan.

 Querschüsse - "Downsize This!"
von Michael Moore
313 Seiten
die amerikanische Originalausgabe erschien 1997
die deutsche Übersetzung 2003

37 Kapitel benötigte Michael Moore um aufzuzeigen wieso immer mehr Menschen das Vertrauen in die Politik verlieren und bei den Wahlen zu Hause bleiben, warum die großen Unternehmen für Geld einfach alles tun würden und O. J. Simpson unschuldig, Tschuldigung ich meine schuldig ist. 

Es ist traurig wenn man bedenkt mit welchen Problemen sich die heutige Politiker Generation herumschlägt. Es ist die selbe wie sie von MM in seinem Buch aus dem Jahr 1997 beschreibt. 

In Kapitel wie z.B. "Wähle nicht - das macht sie nur noch dreister", "Fette Mamas auf Sozialhilfe", Das Haushaltsbudget ausgleiche? Nehmt mein Sparkonto!", "Mandat? Welches Mandat?" und "Warum verkauft GM kein Crack?" hält Moore schonungslos und auf seine ganz eigene Art den Finger tief in die Wunde. Er beschreibt wieso viele Menschen bei den Wahlen lieber zu Hause bleibe, Wer wirklich auf Kosten des Staates lebt ohne etwas für das Geld zu tun, was man wirklich tun müsste um die Staatsschulden in den Griff zu bekommen und was Konzerne alles tun um Geld zu verdienen. 

Meine Favoriten bei den Kapiteln sind u.a. "Schauprozesse, die ich erleben möchte", Steve Forbes war ein Außerirdischer", Suchen wir uns einen neuen Feind!" und "Amerika braucht ein neues Image". Kapitel die mal weniger wichtige Probleme behandeln oder amerikanische Alltäglichkeiten einfach mal an absurdum zeigen. 
Es ist zwar traurig doch heute (2012) ist Querschüsse aktueller den je. So kann man interessierten Lesern die sich mehr oder weniger interessiert mit Politik befassen einfach raten sich das Buch zu kaufen und stellenweise auch gut unterhalten zu werden. 

Für weiter interessierte, denen das Buch gefallen hat, kann man dann auch noch den Dokumentarfilm von Michael Moore "The Big One" empfehlen, der MM dabei begleitet wie er sein Buch vorstellt. Viele Kapitel in dem Buch werden hier auch nochmal visuell wieder gegeben. Mein Favorit hier übrigens, Steve Forbes war ein Außerirdischer, wenn man es nicht mit den eigenen Augen sieht, glaubt man es nicht.

Volle Punktzahl!


Dienstag, 12. Juni 2012

Projekt Babylon von Andreas Wilhelm

Auf den spannenden erstlings Roman des jungen deutschen Autors Andreas Wilhelm bin ich durch Zufall gestoßen. Als ich eines Tages ganz ungeplant durch ein Buchladen so stöberte viel mir das Buch in die Hände und ich las den Text auf dem Buchrücken. Dieser erinnerte mich sofort an die Bücher von Dan Brown, besonders Sakrileg, welches ich damals gerade gelesen hatte. Und so entschied ich mich dazu das Buch mitzunehmen. Eine Entscheidung die ich nicht bereut habe.

Die Vergleiche mit Dan Brown sind zwar nicht vom Tisch zu wischen, allerdings ist es dem Autor gelungen eine ganz Eigenständige Geschichte zu verfassen, die Stellenweise sicherlich von Dan Brown beeinflusst wurde.

PROJEKT BABYLON
von Andreas Wilhelm
444 Seiten
erschienen 2005

Eine Höhle in Südfrankreich gibt den Forschern Rätsel auf. Übersät mit eigenartigen Schriftzeichen aus vielen Weltkulturen. Und im inneren ein seltsames blaues Leuchten.

Im Auftrag der UN machen sich ein französischer Archäologe, ein englischer Historiker und eine deutsche Sprachwissenschaftlerin auf die Rätsel zu lösen. Und begeben sich dabei unfreiwillig ein Gefahr.

Mit Projekt Babylon begann Andreas Wilhelm die Projekt Trilogie. Es folgten die Folge Bände Projekt Sakkara & Projekt Atlantis.

Man merkt beim lesen an manchen Stellen schon das das Buch ein Erstlingswerk ist, und zwar ein ambitioniertes. Und ein gelungenes. Trotz kleiner schwächen ist es dem Autor gelungen eine für den Leser spannende Geschichte zu schreiben die mich in den Bann gezogen hat.

Das aus dem Buch am Ende eine Trilogie wird erfuhr ich erst nach dem erscheinen des zweiten Bandes, da das Ende des ersten Buches kein wirklich offenes ist. Es bleiben zwar einige wenige Fragen offen, die, für mich, offensichtlichsten wurden aber beantwortet.

Es ist Andreas Wilhelm gelungen ein spannendes und unterhaltsames Buch zu schreiben das einen auf viele weitere spannende Bücher hoffen lässt.

So 4 von 5 verdienten Sternen!

Montag, 4. Juni 2012

Mein Amerika von Bill Bryson

Genau genommen ist "Mein Amerika" des amerikanischen Sachbuchautors Bill Bryson nichts weiter als eine unvollständige Biografie. Bryson erzählt über seine schöne und lustige Kindheit in der amerikanischen Kleinstadt Des Moines. Erstaunlich ist dabei an wie viele Kleinigkeiten und Begebenheiten sich der Autor auch nach so vielen Jahren noch erinnert. Lesenswert wird dieses Buch durch die sehr humorvolle Art wie Bryson die Erlebnisse aus seiner Kindheit erzählt.


Bill Bryson
MEIN AMERIKA
344 SEITEN
Erscheinungsjahr 2007

Bill Brysons Kindheitsjahre waren die 50er Jahre. Und man wird beim lesen schon etwas demütig nicht dabei gewesen sein zu können.
Ihm gelingt es auch jüngeren Lesern das Lebensgefühl der 1950er Jahre näher zu bringen.


 Mit seinem Humor gelingt es ihm das das Lesen des Buches Spass macht, sogar unterhaltsam ist. Er nimmt die Leser mit auf eine Reise in die USA der 1950er Jahre. Man erlebt das Leben einer nicht immer ganz typischen amerikanischen Familie in einer typischen amerikanischen Kleinstadt der 50er Jahre. Beeindruckend sind dabei die Details an die sich der Autor noch erinnert. Und das nach 50 Jahren.

Er beschreibt wie verspielt in locker Kinder in den 50er Jahren noch sein konnten und macht ein schon ein bisschen neidisch. Es ist unglaublich wie langsam der Alltag doch sein kann und noch erstaunlicher ist wie sehr sich doch das Leben beschleunigt hat.
So ist beschreibt "Mein Amerika" auch einen Alltag aus einer längst vergessenen Zeit und dokumenteirt zugleich dessen Ende.

Bill Bryson ist es gelungen den Aufbruch und das hineinwachsen eines Staates in seine Rolle mit dem erwachsenen werden eines normalen Kindes zu verknüpfen und beide Geschichten amüsant in eine Geschichte zu verpacken.

verdiente 5 von 5 Sterne

Donnerstag, 31. Mai 2012

Einsteins Versprechen von Alex Rovira & Francesc Miralles

Auf den Roman "Einsteins Versprechen" der beiden spanischen Autoren Alex Rovira & Francesc Miralles bin ich eher durch Zufall gestoßen. Ohne die beiden Autoren zu kennen oder groß über den Inhalt des Buches etwas zu wissen entschied ich mich dazu das Buch zu kaufen. Um ehrlich zu sein hat mich einfach der Titel angesprochen.

Vor seinem Tod ist Albert Einstein eine unglaubliche Entdeckung gelungen. Doch behielt er das Geheimnis für sich.
Viele Jahre später machen sich Sarah Bruner und der Journalist Javier Costa auf die Suche genau nach diesem Geheimnis.
Die Suche führt sie um den halben Globus und in die Vergangenheit. Ob die beiden erfolgreich sein werden?

Einsteins Versprechen ist ein ambitioniertes Buch der beiden Autoren. Und zu weiten Teilen schaffen es die beiden auch dem gerecht zu werden. Bis zum Schluss. Die beiden Autoren haben es geschafft Spannung aufzubauen, welche ihnen zum Schluss allerdings abhanden kommt. Man kann auch sagen ihnen ist schlichtweg kein Geheimnis eingefallen welches Einstein haben entdeckt

haben können, welches gleichzeitig der Story gerecht werden könnte.
Dabei ist der Anfang wirklich gut. Man lernt die Hauptfigur kennen und kann sich mit dieser auch gut identifizieren. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte kann man dieser gut folgen, man lernt weitere Personen kennen und besucht zusammen mit den Protagonisten den halben Erdball. Doch zum Schluss gehen den beiden Autoren die Ideen aus, sie suchen fieberhaft nach einem Geheimnis, finden haben keines, wenigstens kein wirkliches.

Leider kann ein schlechtes Ende einem ein ganzes Buch mies machen. Was gerade hier schade ist. Wie gesagt die Geschichte ist eigentlich gar nicht schlecht. Gerade der Beginn wie aber auch der mittlere Teil des Buches liest sich sehr flüssig und man fiebert mit den Figuren. Es macht wirklich Spass weiter zu lesen.

EINSTEINS VERSPRECHEN
der beiden Autoren ALEX ROVIRA & FRANCESC MIRALLES
379 Seiten
leider nur 2 von 5 Sternen.










meine rum(m)mpelkammer

Ich will meine Rumpelkammer (Blog) dazu nutzen interessierten Bücher vorzustellen die ich mit freude gelesen habe  wie aber Bücher die ich mit freude am Ende weggelegt habe. Gleichzeitig will ich auch über Neuigkeiten aus der Welt der Literatur mit freuden diskutieren und hoffe auf viele interessierte Leser.