Genau genommen ist "Mein Amerika" des amerikanischen Sachbuchautors Bill Bryson nichts weiter als eine unvollständige Biografie. Bryson erzählt über seine schöne und lustige Kindheit in der amerikanischen Kleinstadt Des Moines. Erstaunlich ist dabei an wie viele Kleinigkeiten und Begebenheiten sich der Autor auch nach so vielen Jahren noch erinnert. Lesenswert wird dieses Buch durch die sehr humorvolle Art wie Bryson die Erlebnisse aus seiner Kindheit erzählt.
Bill Bryson
MEIN AMERIKA
344 SEITEN
Erscheinungsjahr 2007
Bill Brysons Kindheitsjahre waren die 50er Jahre. Und man wird beim lesen schon etwas demütig nicht dabei gewesen sein zu können.
Ihm gelingt es auch jüngeren Lesern das Lebensgefühl der 1950er Jahre näher zu bringen.
Mit seinem Humor gelingt es ihm das das Lesen des Buches Spass macht, sogar unterhaltsam ist. Er nimmt die Leser mit auf eine Reise in die USA der 1950er Jahre. Man erlebt das Leben einer nicht immer ganz typischen amerikanischen Familie in einer typischen amerikanischen Kleinstadt der 50er Jahre. Beeindruckend sind dabei die Details an die sich der Autor noch erinnert. Und das nach 50 Jahren.
Er beschreibt wie verspielt in locker Kinder in den 50er Jahren noch sein konnten und macht ein schon ein bisschen neidisch. Es ist unglaublich wie langsam der Alltag doch sein kann und noch erstaunlicher ist wie sehr sich doch das Leben beschleunigt hat.
So ist beschreibt "Mein Amerika" auch einen Alltag aus einer längst vergessenen Zeit und dokumenteirt zugleich dessen Ende.
Bill Bryson ist es gelungen den Aufbruch und das hineinwachsen eines Staates in seine Rolle mit dem erwachsenen werden eines normalen Kindes zu verknüpfen und beide Geschichten amüsant in eine Geschichte zu verpacken.
verdiente 5 von 5 Sterne

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